Workshop Biografisches Theater mit Maike Plath am 2. Juli 2011
Der Fachverband Schultheater – Darstellendes Spiel Niedersachsen e.V. hat es geschafft, Maike Plath kurz vor den Sommerferien zu einem Workshop nach Wolfsburg zu verpflichten, wo sie den
Teilnehmern methodische Wege einer biografischen Eigenproduktion auf Grundlage der Handlung des Shakespeare-Textes „Romeo und Julia“aufzeigte.
Voller Energie (und das am Samstagmorgen um 9.00 Uhr nach Anreise aus Berlin) machte uns Maike zunächst einmal mit ihrer Baukastenmethode bekannt:
Nach Farben sortiert geht es um die Einführung unterschiedlicher ästhetischer Mittel, die in einer neu zusammengesetzten Spielgruppe Darstellendes Spiel oder einer AG ohne große Vorbereitung
schrittweise und sofort bühnenwirksam umgesetzt werden können. Neben ästhetischen Mitteln gibt es Karten zu Tätigkeiten („Tanzen“), Gefühlen („Eifersucht“), Formationsanweisungen („Diagonale“)
und thematische Impulse („Neid“), wobei Maike immer darauf verweist, dass Erweiterungen dieser Impulse jederzeit möglich sind und den Verhältnissen vor Ort und der Spielgruppe anzupassen sind.
Wir sind anschließend der Frage nachgegangen, wie man es methodisch anleiten könnte, von einer fertigen Textvorlage zur Übertragung auf die eigene Lebenswelt zu gelangen. Hier ist der Spielleiter als Dramaturg gefragt.
Maike Plath schlägt vor, zentrale Motive und Themen des Dramas in Verbindung mit Fragen der Gegenwart (der Jugendlichen) zu bringen: Was ist für mich Liebe? Was meine Familie von mir
erwartet (unter dem Aspekt der Familienehre!) Wo erlebe ich in meinem Alltag „Krieg“? usw.
Den Teilnehmern wird nun Gelegenheit gegeben, in Ruhe zu entscheiden, zu welcher Frage oder zu welchem Impuls sie eine kurze Geschichte schreiben möchten. Alle Geschichten, die auch fiktiv sein
können, werden am Bühnenrand zu einer Textgalerie ausgelegt. Auf diese Weise generiert man authentisches Text- Material, mit dem sich auch Jugendliche schnell identifizieren, da sie auf (auto-)
biografische Gedanken, Wünsche und Erlebnisse Bezug nehmen.
In einem späteren Stadium können nun umschriebene Szenen der Shakespearehandlung oder spielerische Impulse zu den dramatischen Personen verwendet werden, um das Bühnenmaterial zu erweitern und das dramaturgische Konzept abzurunden
So viel hätte uns Maike noch vermitteln wollen, aber der Fortbildungstag, der Mitglieder des Verbandes und solche, die es noch werden wollen, in Wolfsburg zusammenbrachte, verflog sehr schnell.
Ab August erscheint der Methoden-Baukasten von Maike Plath im Beltz-Verlag!
Ein voller Erfolg war der WORKSHOP am 17. April 2010 mit Markus Lochthofen:
Lichttechnik praktisch machen 17. April 2010
Inhalte des Workshops:
Der Workshop „Lichttechnik praktisch machen“ richtet sich an alle, die sich für Lichtgestaltung im Schultheater interessieren und wird theoretische und praktische Grundlagen der klassischen Theaterbeleuchtung vermitteln.
Dabei werden die Wirkung von Lichtrichtungen und Farben auf der Bühne vorgeführt sowie einfache Tipps zur Lichtregie gegeben. In einer weiteren Einheit werden Ihnen Anschaffungskonzepte
vorgestellt und die Sicherheit beim Arbeiten
mit Lichttechnik besprochen.
Im Anschluss beleuchten die Teilnehmer in Kleingruppen selbstständig eine Szene.