Die Tagesordnung:
TOP 1: Begrüßung und Vorstellung der anwesenden Mitglieder
TOP 2: Jahresbericht des Vorstandes
TOP 3: Bericht vom SDL 2011
TOP 4: NSTT in Holzminden
TOP 5: Workshops
TOP 6: Kassenprüfung
TOP 7: Kommissarische Besetzund des Geschäftsführer-Postens
TOP 8: Theater als Abiturfach
TOP 9: Verschiedenes
Protokoll der Mitgliederversammlung am 05.11.11
Ort: Kulturpavillon Raschplatz Hannover
Beginn: 11.14 Uhr
Ende: 14.05 Uhr
Anwesende: 17 Mitglieder (siehe Teilnehmerliste)
Protokoll: Ute Schneider, ab 13.50 Uhr Thomas Stermann
TOP 1: Begrüßungund Vorstellung der anwesenden Mitglieder
TOP 2: Jahresbericht des Vorstands
Der Geschäftsführer Dieter Wunderlich berichtet, dass zur Zeit 217 Mitglieder im Fachverband organisiert sind, 16 Neueintritte stehen 7 Abmeldungen aus Altersgründen gegenüber. Im Moment wird der Verband durch die Eintritte jüngerer Mitglieder vergrößert.
Der Kassenbestand liegt bei etwa € 7000 u.a. durch geringere Portokosten (vieles wird über eMail-Verkehr geregelt).
Der Zugriff zur Homepage wird im Moment verstärkt wahrgenommen. Interessant ist für viele die mit etlichen Beispielen von Volker List ausgestattete Seite mit theaterpraktischen Übungen, die auch überregional von Interesse ist.
Die Vorstandsvorsitzende Stefanie Westphal berichtet über Kontakte, die der Vorstand des Fachverbandes im letzten Jahr wahrgenommen hat:
Gespräche mit den Hochschulen, Mitarbeit im Arbeitskreis Hochschule im Rahmen des Bundesverbandes Theater in Schulen (BVTS) durch S. Peters und U. Schneider
Unterstützung der Resolution auf Initiative der HBK Braunschweig und der Leibniz-Universität Hannover (Ausweitung des grundständigen Studiengangs - Erweiterung der Ausbildung - Einführung des Faches Theater an allen Schulformen und in allen Jahrgangsstufen
Bericht über das Gespräch von S. Westphal und U. Schneider mit dem Kultusminister Dr. Althusmann am 05.10.11 zusammen mit Frau Prof. Hilliger und Th.Malorny, Student der HBK Braunschweig, über die Situation des Faches Theater / Darstellendes Spiel. Die Forderungen nach Ausweitung des Faches wurden vorgetragen, gemeinsam wurde die Idee eines Modellprojektes entwickelt, ein Fachgespräch mit Vertretern aus Hamburg, Vertretern der Hochschule und des Fachverbandes ist angedacht. Ein niedersächsisches Kerncurriculum soll entwickelt werden. Der Fachverband bemüht sich, im Gespräch zu bleiben.
A. Becher schlägt vor, über die schulscharf ausgeschriebenen Stellen die grundständig ausgebildeten Lehrer in die Schulen hineinzubekommen.
Th. Sander verweist auf die Möglichkeit der Aufwertung des Faches auch über die kulturwissenschaftlichen Profile, die jede Schule über die Stundentafel 1 für sich wählen kann.
M. Lang berichtet, dass alle grundständig ausgebildeten Lehrer in Darstellendem Spiel eine Ausbildungsstelle erhalten haben und nur auf persönlichen Wunsch hin eine Abwanderung nach Hamburg oder Schleswig-Holstein stattgefunden habe.
Ein Problem könnten allerdings die sinkenden Schülerzahlen in den nächsten Jahren sein, die gerade anfangen, die Situation in den Schulen zu bestimmen. Diese könnten dafür sorgen, dass weniger Lehrer eingestellt werden.
Der Wunsch nach einer Entwicklung eines Kerncurriculums wird in Zusammenarbeit mit dem NLQ vorangetrieben.
Das Positionspapier des Fachverbandes wird auf die Homepage gestellt werden.
Gespräch mit Frau Heuer, Sachbearbeiterin für musikalische und künstlerische Bildung im Referat 23 zu Beginn der Sommerferien
Kontakte zum Fachverband der Theaterpädagogen (LaT) durch S.Westphal:
Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung der Fachtagung Zusammenspiel(Theaterpädagogik und Schule), die am 3./4.11.11 in Wolfenbüttel stattfand:
Dabei Podiumsdiskussion u.a. mit Herrn Dempwolf, was wichtig war, um die Belange des Faches abzuklären, 12 Mio. € seien beim Kultusministerium für den Bereich Theater vorhanden, Nachfrage des Fachverbandes für Möglichkeiten des Einsatzes dieses Geldes sollte wahrgenommen werden; Herr Dempwolf ist zuständig für das Controlling der Schulen (er ist nicht inhaltlich mit den Zusammenhängen des Faches befasst).
Bericht vom Arbeitskreis Bildungskonferenz, in dem U. Schneider mitarbeitet: Hier hat es mehrere Sitzungen zur Vorbereitung einer Gesprächsrunde Kultur trifft Schule gegeben. Die erste Konferenz fand Anfang Juni in Hannover im Landesmuseum statt. Weitere Konferenzen zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Ministerien und Abgeordneten des Landtags sind in Planung.
TOP 3:Bericht vom SDL 2011
Die Gruppe der IGS Roderbruch unter Leitung von Maren Konn hat das Land Niedersachsen erfolgreich vertreten.
Bei der Finanzierung gibt es ein Problem: Die Kosten können nicht vollständig - wie in der Ausschreibung angekündigt - vom Land gedeckt werden.
Langfristig muss der BVTS dafür sorgen, dass die Summe in den Ländern erhöht wird wegen gestiegener Schülerzahlen und höherer Fahrtkosten. In Zukunft müssen die sich bewerbenden Gruppen auf diese Problematik hingewiesen werden. Der Fachverband wird ausnahmsweise als direkter Ansprechpartner der sich bewerbenden Gruppen notfalls in diesem Jahr für die Finanzierungslücke einspringen.
S. Peters verweist auf die Möglichkeit, Restgelder beim Referat von Frau Heuer zu beantragen, da das Projekt vom Kultusministerium bewilligt ist. Hier muss eine telefonische Nachfrage durch den Fachverband erfolgen.
Der Fachverband springt zunächst für die Gruppe ein und übernimmt bis zur weiteren Regelung die noch ausstehenden Fälligkeiten und gegebenenfalls die Restkosten. Die Mitglieder sind mit dieser Regelung einverstanden.
TOP 4:NSTT in Holzminden
Es gibt 2012 regionale Schultheatertreffen in 13 Orten, Das Auswahlgremium wird gerade zusammengestellt, demnächst erscheint die Zusammenstellung der RSTTs auf der Homepage.
Ingrid Behling berichtet über den Planungsstand des Organisationsteams in Holzminden:
Drei Schulen arbeiten für das Festival zusammen, Anträge bei etlichen Unterstützern vor Ort sind vielfach positiv beschieden worden, sodass die Finanzierung gesichert zu sein scheint. Mittwoch ist Workshop-Tag mit z.B. Ely Levy als Leiter einer Fortbildung für die Lehrer; der Eigenanteil der Schüler wird zwischen 15 und 25 € liegen; eine Verlinkung mit der Homepage der Schule www.bbs-Holzminden.dewird auf der Homepage des Fachverbandes erfolgen.
TOP 5:Workshops
Erfolgreiche Workshops im letzten Jahr fanden mit Markus Lochthofen ( Lichtregie), mit Michael Zach (Impro-Theater) und Maike Plath (biografisches Theater) statt; geplant sind nächste Workshops erneut mit Markus Lochthofen, aber auch im Bereich des Tanztheaters (Manfred Hüttmann) und des Schwarzlicht-Theaters.
TOP 6:Kassenprüfung
Zu Kassenprüfern wurden Angelika Becher und Horst Gohla gewählt. Die Kassenführung wurde als übersichtlich gelobt. Der Vorstand wurde nach der Kassenprüfung einstimmig entlastet.
TOP 7: Kommissarische Besetzung des Geschäftsführer-Postens
Dieter Wunderlich möchte aus persönlichen Gründen aus dem Amt des Geschäftsführers ausscheiden, als kommissarischer Nachfolger wird (ev. ab Januar 2012) Sven Pülm (tätig an der Realschule Fallersleben) das Amt übernehmen. Diese Nachfolgeregelung wurde ohne Gegenstimmen angenommen.
Dieter Wunderlich wird bis dahin sein Amt weiter versehen, er wurde mit einem kleinen Präsent als Dank verabschiedet.
TOP 8: Theater als Abiturfach
Thomas Sander/ Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ):
Die Zulassung von Darstellendem Spiel/ Theater als fünftem (mündlichem) Prüfungsfach ist grundsätzlich zu beantragen über einen formlosen Antrag bei der Landesschulbehörde.
Vorgestellt wurden die theoretischen Grundlagen, wie sie in den Einheitlichen Prüfungsanforderungen für die Abiturprüfung in Darstellendem Spiel / Theater formuliert sind (siehe Anlage oder unter http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2006/2006_11_16-EPA-darstellendes-Spiel.pdf) . Die Prüfungsteile Spielpraktische Prüfung und Reflexionsgespräch können je nach Aufgabenstellung zusammen in einem Block oder in zeitlich getrennten Teilen erfolgen.
Problem ist die Zeitinvestition im Vergleich z.B. mit einem Erdkunde – Kurs auf erhöhtem Niveau.
Michael Berg/ Gymnasium Osterholz-Scharmbeck referiert anschließend über die praktischen Erfahrungen mit dem ersten Abitur an seiner Schule:
12 SchülerInnen haben den P5 - Kurs gewählt. Am 1.Tag erfolgte die spielpraktische Prüfung, am 2. Tag schloss sich die Reflexionsphase an. Das Repertoire an theoretischen Themen wurde im Lauf von zwei Jahren erarbeitet. 3 Leute wurden jeweils in einer Gruppenprüfung zusammengefasst, 3 KollegInnen waren in der Prüfungskommission. Insgesamt zeigte man Zufriedenheit mit dem Prüfungsverlauf, die Vorbereitungszeit und die Besprechungszeit soll aber in Zukunft verlängert werden.(Aufgabenstellung der letzten Prüfung, Erwartungshorizont und Bewertungsbogen: s. Anhang). Vormittags findet die spielpraktische Übung statt, am Nachmittag folgt die theoretische Prüfung. In der theoretischen Prüfung sei von der Schulleitung der Semesterübergriff und der Anforderungsbereich III kritisch bewertet worden. Das Zensurenspektrum reichte von befriedigend bis sehr gut. Die Bewertung der Gesamtgruppe, aber auch der einzelnen Prüfung ergab Noten, die etwa um einen Punkt besser als zuvor waren.
Michael Berg stufte die Möglichkeiten bei einem 4-stündigen Unterricht als sehr gut ein, hier seien der theoretische Unterricht und das selbstständige Arbeiten der Schüler gut umsetzbar.
Die Vorgaben durch ein Kerncurriculum oder die Einsetzung des DS als P4-Fach (schriftlich) wird kontrovers diskutiert.
Für Nachfragen in Bezug auf Darstellendes Spiel als Prüfungsfach steht Michael Berg gern zur Verfügung. Seine E-Mail-Adresse darf auf unserer Homepage verlinkt werden bzw. an Interessierte weitergegeben werden.
TOP 9:Verschiedenes
Es bestehen Unsicherheiten in Bezug auf GEMA-Gebühren und Tantiemen-Zahlungen bei Schulaufführungen. Gewünscht wird, dass der Verband Adressen vorhalte, bei denen rechtsverbindliche Auskünfte eingeholt werden könnten.